Ansprache
beim
Neujahrsempfang
des
Herrn
Bundespräsidenten
(17.
Jänner
2011)
Es
gilt
das
gesprochene
Wort!
Exzellenz,
sehr
verehrter
Herr
Bundespräsident!
Auch
zu
Beginn
dieses
neuen
Jahres
ist
es
für
die
Mitglieder
des
bei
der
Republik
Österreich
akkreditierten
Diplomatischen
Corps
eine
Freude
und
besondere
Ehre,
Ihnen,
Herr
Bundespräsident,
in
respektvoller
Verbundenheit
die
besten
und
aufrichtigen
Glückwünsche
für
alle
Tage
des
Jahres
auszusprechen.
Die
Botschafterinnen
und
Botschafter,
die
hier
in
Wien
die
Staatsoberhäupter
und
Regierungen
ihrer
Länder
vertreten
-
wir
alle
-
wünschen
Ihnen
und
dem
gesamten
österreichischen
Volk
von
Herzen
Gottes
Segen,
Frieden,
Erfolg,
Glück,
und
frohes
Wohlergehen
in
diesem
Jahr
2011!
Sehr
geehrter
Herr
Bundespräsident!
Meine
Damen
und
Herren!
Eine
Reihe
von
Ereignissen
in
den
zurückliegenden
zwölf
Monaten
haben
viele
von
uns
nachdenklich
gemacht.
Naturkatastrophen
und
andere
Unglücke
haben
einer
weltweiten
Öffentlichkeit
die
Verletzbarkeit
des
Menschen
allem
technischen
Fortschritt
zum
Trotz
vor
Augen
geführt.
Ich
denke
hier
beispielhaft
an
das
schwere
Erbeben
in
Haiti
vor
einem
Jahr
sowie
an
das
Grubenunglück
in
Chile
und
die
eindrucksvolle
Rettung
der
Bergleute,
die
von
unzähligen
Personen
an
den
Bildschirmen
mitverfolgt
wurde.
Beide
Ereignisse
haben
eine
große
Bewegung
der
Solidarität
unter
den
Menschen
in
nahezu
allen
Völkern
der
Erde
ausgelöst.
Die
wache
Teilnahme
am
Geschick
anderer
Menschen,
mögen
diese
auch
tausende
Kilometer
entfernt
leben,
gehört
zur
Dynamik
der
Menschheitsfamilie,
in
der
Gleichgültigkeit
keinen
Platz
hat
und
niemals
haben
darf.
Es
gehört
indes
zur
tragischen
Seite
der
Weltgeschichte,
daß
viele
Miseren,
Konflikte
und
Katastrophen
von
Menschen
selbst
verursacht
sind.
All
diese
Negativereignisse
beruhen
auf
dem
Egoismus
einzelner
Personen
oder
Personengruppen,
auf
dem
Mangel
an
Respekt
für
die
anderen
und
auf
der
Mißachtung
der
dem
Menschen
angeborenen
Würde
und
Freiheit.
Wir
erleben
heute
in
erschreckendem
Ausmaß
Akte
von
Verfolgung
und
Diskriminierung
sowie
schreckliche
Gewalttaten,
hate
crimes
aufgrund
religiöser
Intoleranz.
All
dies
stört
und
gefährdet
den
Frieden,
den
unsere
Welt
braucht,
den
die
Menschen
ersehnen.
In
seiner
diesjährigen
Botschaft
zum
1.
Jänner
hat
Papst
Benedikt
XVI.
treffend
hervorgehoben,
daß
die
in
der
Würde
des
Menschen
selbst
verankerte
Religionsfreiheit
ein
Weg
für
den
Frieden
ist.
„Die
transzendente
Würde
der
Person
ist
ein
wesentlicher
Wert
der
jüdisch-christlichen
Weisheit,
sie
kann
aber
dank
der
Vernunft
von
allen
erkannt
werden
Diese
Würde...muß
als
ein
allgemeines
Gut
erkannt
werden,
das
für
den
Aufbau
einer
auf
die
volle
Verwirklichung
des
Menschen
ausgerichteten
Gesellschaft
unverzichtbar
ist.
Die
Achtung
wesentlicher
Elemente
der
Menschenwürde
wie
das
Recht
auf
Leben
und
das
Recht
auf
die
Religionsfreiheit
ist
eine
Bedingung
für
die
moralische
Legitimität
jeder
gesellschaftlichen
und
rechtlichen
Vorschrift"
(Botschaft
zum
Weltfriedenstag
2011,
Nr.
2).
Meine
Damen
und
Herren!
Österreich
hat
sich
in
der
VölkergemeinÂschaft
auch
im
letzten
Jahr
durch
sein
Engagement
für
Menschenrechte
ausgezeichnet.
Wir
registrieren
mit
Dankbarkeit
die
höchst
lobenswerte
Initiative
zum
Schutz
der
Religionsfreiheit
sowie
religiöser
Minderheiten
und
die
damit
verbundene
Anregung
von
Herrn
Bundesminister
Michael
Spindelegger,
„daß
auch
der
neue
Europäische
Auswärtige
Dienst
die
Situation
der
Religionsfreiheit
weltweit
beobachtet,
regelmäßig
Bericht
erstattet
und
diesen
den
EU-Außenministern
vorlegt"
(OTS01252010-12-10).
Die
Tatsache,
daß
für
Österreich
der
„Einsatz
für
Menschenrechte
eine
moralische
und
rechtliche
Verpflichtung"
darstellt,
qualifiziert
die
Politik
dieses
wunderbaren
Landes
mit
seiner
reichen
christlich-humaÂnistischen
Tradition
und
Geschichte
im
Herzen
Europas.
Daher
ist
es
folgerichtig,
daß
Österreich
während
seiner
dritten
Mitgliedschaftsperiode
im
Sicherheitsrat
der
Vereinten
Nationen,
die
durch
harte
Arbeit
geprägt
war,
eine
„Spur
der
Menschlichkeit"
(Wiener
Zeitung
vom
31.12.2010,
S.
12)
hinterlassen
hat.
Sehr
geehrte
Kolleginnen
und
Kollegen
im
Diplomatischen
Corps,
meine
Damen
und
Herren!
Die
wegweisende
und
konstruktive
GrundÂhaltung
der
österreichischen
Diplomatie
und
Außenpolitik
spiegelt
sich
wieder
in
den
beachtenswerten
Interventionen
des
Herrn
BundespräsiÂdenten
beim
Security
Council
Summit
im
letzten
September
in
New
York
und
beim
OSZE-Gipfel
zu
Beginn
des
Monats
Dezember
2010
in
Astana:
In
der
Tat
sind
Demokratie,
Menschenrechte
(darunter
die
ReligionsÂfreiheit)
und
Rechtsstaatlichkeit
als
„Grundpfeiler
einer
WertegemeinÂschaft
die
Grundvoraussetzung
für
Frieden,
Sicherheit,
Entwicklung
und
Wohlstand."
Wir
Diplomaten
danken
Ihnen,
Herr
Bundespräsident,
für
Ihre
klaren
Worte
und
für
die
konsequente
Friedenspolitik
Österreichs
in
Europa
und
in
der
Welt!
Auch
heuer
danke
ich
namens
meiner
Kolleginnen
und
Kollegen
im
Diplomatischen
Corps
und
im
eigenen
Namen
an
dieser
Stelle
auch
für
die
Unterstützung,
die
wir
seitens
der
Republik
Österreich
und
ihrer
Behörden,
insbesondere
des
Bundesministeriums
für
europäische
und
internationale
Angelegenheiten,
bei
der
Ausübung
unserer
Mission
erfahren.
Meine
Damen
und
Herren!
Am
Beginn
dieses
neuen
Jahres
steht
der
Wunsch
aller
nach
Frieden,
Glück
und
Prosperität.
So
darf
ich
nun
-
 Ihnen,
hochverehrter
Herr
Bundespräsident,
Ihrer
Gemahlin
und
Ihrer
Familie,
-
dem
hochgeschätzten
Herrn
Bundesminister
für
europäische
und
internationale
Angelegenheiten
und
seinen
Mitarbeitern,
-
sowie
allen
Österreicherinnen
und
Österreichern
von
Herzen
unsere
allerbesten
und
aufrichtigen
Wünsche
für
ein
gesegnetes,
friedvolles
und
glückliches
Jahr
2011
erneuern.
Herzlichen
Dank!
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Zur
Bildergalerie
Ansprache
von
S.E.
Erzbischof
Dr.
Peter
Stephan
Zurbriggen
Apostolischer
Nuntius
in
Österreich
Doyen
des
Diplomatischen
Corps
beim
Neujahrsempfang
des
Herrn
Bundespräsidenten
Dr.
Heinz
Fischer
(Wien,
17.
Jänner
2011)
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