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Nuntius Peter Zurbriggen besucht die Basilika Minor Mondsee (7. Juni 2009)

 

Hochwürdiger, lieber Herr Pfarrer Dr. Wageneder!

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Feurhuber!

Sehr geehrter Herr Landtagsabgeordneter Hüttmayr!

Sehr geehrte Mitglieder des Pfarrgemeinderates!

Geschätzte Vertreter des öffentlichen Lebens!

Liebe Pfarrangehörige der Pfarre Mondsee!

Meine Damen und Herren, verehrte Gäste!

Liebe Brüder und Schwestern!

 

Zunächst möchte ich aufrichtig für die herzliche Begrüßung hier in der Gemeinde und Pfarre Mondsee danken. Ich freue mich über die Anwesenheit so vieler Gruppen und Vertreter der verschiedenen Einrichtungen, die mich in meiner Eigenschaft als Botschafters des Heiligen Vaters in Österreich hier in Ihrer wunderschönen Heimat und jetzt in dieser prächtigen Basilika Minor „St. Michael" willkommen heißen.

Wie Sie alle wissen, befindet sich die Apostolische Nuntiatur, also die Vertretung des Heiligen Stuhles, in Wien und naturgemäß konzentrieren sich die meisten Aktivitäten des Nuntius auf Wien und auf die nähere Umgebung. Seit meinem Dienstbeginn Anfang April hatte ich noch wenig Zeit und Gelegenheit, außerhalb der Hauptstadt Besuche in Pfarrgemeinden, Stiften und Wallfahrts­orten zu machen. Umso mehr freut es mich, heute und morgen bei Ihnen hier in Oberösterreich und in der Diözese Linz sein zu dürfen. Der Pfarre Mondsee eilt der Ruf einer lebendigen und glaubensfrohen Gemeinde voraus. Ich bin gerne hierher gekommen und mein erster Eindruck bestätigt, daß Mondsee diesen guten Ruf nicht ohne Grund hat.

Mein besonderer Dank gilt dem Herrn Pfarrer, dem Herrn Bürgermeister, Herrn Landtagsabgeordneten Hüttmayr und der stellvertretenden Obfrau des Pfarrgemeinderates für die freundlichen Worte, die Sie soeben an mich gerichtet haben. In dieser herzlichen Aufnahme, die Sie mir entgegenbringen, leuchtet sowohl Ihre tiefe Verbundenheit mit dem Heiligen Vater Papst Benedikt XVI. als auch die Lebendigkeit des christlichen Glaubens und Lebens hier am Ort und im ganzen Mondseeland auf. Ihnen und allen, die an diesem Empfang hier an heiliger Stätte mitwirken, nochmals ein herzliches „Vergelt's Gott!"

Die beeindruckende Volkskultur im Mondseeland hat sich über die Jahr­hunderte vom christlichen Glauben inspirieren lassen, in dem sie durch Gottes Gnade noch heute lebt. Dieser Glaube - der Glaube, der aus der Verkündigung der „Guten Nachricht" des Evangeliums Christi kommt - ist ein froher Glaube. Ein froher Glaube stand auch am Beginn der Missionierung dieses Landes durch Benediktiner-Mönche. Denn nur ein froher Glaube kann missionarische Kraft entfalten. Wenn ich heute die Musikkapelle, die Goldhauben, die Schützen und die anderen volkskulturellen Gruppen in ihren schönen Trachten vor mir sehe, dann will mir scheinen, daß auch in unserer Zeit ein froher Glaube diese Region auszeichnet. Mir kommt da das Wort im Buch des Propheten Nehemia in den Sinn: „Die Freude am Herrn ist euer Hort" ( Neh 8, 10). Nur eine Freude, die in Gott selbst ihre Quelle hat, ist beständig und unterliegt nicht den Schwierig­keiten unseres menschlichen Lebens. Die Freude an und aus Gott findet ihre tägliche Nahrung in einem praktizierten Glauben, vor allem in den Sakramenten der Kirche.

Möge der Glaube an die Frohe Botschaft Christi im Leben der Pfarre und Gemeinde Mondsee stets an erster Stelle stehen! Das wünsche ich Ihnen und Euch allen von Herzen. Vom heiligen Franz von Assisi stammt das schöne Wort: „ Gott ist Freude, darum hat er die Sonne vor sein Haus gestellt." Wenn die Sonne Mondsee und sein Umland mit goldenem Licht bescheint, dann dürfen wir uns auch dankbar daran erinnern, daß die Freude an Gott, dem Geber aller guten Gaben, unserem Leben als Christen Kraft verleiht.

Nochmals innigen Dank. Uns allen wünsche ich nun einen gesegneten und frohen Dreifaltigkeitssonntag! Und dazu segne euch der gütige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

Besuch des Apostolischen Nuntius in der Basilika Minor Mondsee (Diözese Linz, OÖ) - Ansprache bei der Begrüßungszeremonie (Samstag, 6. Juni 2009)

 

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